Zu meiner Arbeit
Methoden

Im Rahmen meiner Arbeit biete ich Methoden an, die sich ergänzen und flexibel miteinander kombiniert werden können; sie ermöglichen unterschiedliche Zugangswege zum Kern des Themas, an dem Sie arbeiten wollen.  Die verschiedenen Handlungsansätze haben sich in der Praxis bewährt. Alle angebotenen Vorgehensweisen sind von mir als hilfreich erprobt. 

Die im folgenden skizzierten Vorgehensweisen ermöglichen Kontakt mit „inneren Bildern“/neuronalen Netzwerken, die zu einem bestimmten biographischen Ereignis gehören. Über die Brücke dieser Bilder, sind Sie dann mit den passiv gespeicherten Gefühlen und Sinneseindrücken und sonstigen Erfahrungen in dieser Situation von damals verbunden. Sie zeigen „wohltuende und/oder anstrengende Erinnerungsmuster/Empfindungs- und Handlungssysteme“ der gemachten Erfahrungen, die sich im Laufe der Zeit als „dieses Bild“ „verfestigt“ haben, zu dem Sie sonst eher wenig bewussten Zugang hatten. Die damit verbundenen neuronalen Netzwerke für Erinnerung können im therapeutischen Prozess behutsam mit Bewusstsein belebt werden.  Auf diese Weise wird es für Sie aus der heutigen „Erwachsenperspektive“ möglich, mit den damaligen Emotionen aus einer gewissen Distanz und „wohltemperiert“, akzeptierende Verbindung aufzunehmen und so die Möglichkeit zu eröffnen, das Geschehene in Körper und Psyche zu transformieren.

Auf folgenden Methoden liegt u. a. mein derzeitiger Fokus:

 

 

  • Systemische Aufstellungen mit dem Anliegen-Satz nach Franz Ruppert
    (Integrationsarbeit in der Gruppe oder im Einzelsetting)

Wenn es gelingt, herauszufinden, was Ihre Energie bindet, was Ihre Kraft blockiert oder was Ihre Beziehungen manchmal so anstrengend macht, wird sich daraus auch ergeben können, was es braucht, damit Sie Ihr Potential ganz leben können, damit Ihr Leben leichter wird, damit Ihre Beziehungen glücklicher werden und damit Ihre Symptome nachlassen können…

Neben Beratung, Coaching, Supervision oder therapeutischer Einzelbegleitung kann systemische Aufstellungsarbeit Ihr Ziel unterstützen: Im sicheren Raum und im geschützten Rahmen einer Gruppe oder im Einzelsetting formulieren Sie Ihr aktuelles persönliches Ziel/Anliegen („Anliegen-Satz“). Mit Hilfe von Stellvertretern ermöglicht die systemische Integrationsarbeit, die eigenen inneren Wirklichkeiten („Bilder“ - ab der frühen Zeit) sicht- und fühlbar zu machen. Es entsteht mehr Kontakt zu sich selbst und mehr Klarheit über Zusammenhänge. Illusionen können enttarnt werden. – Antworten werden erlebbar. Schon das Dabeisein als Beobachter/ Stellvertreter kann eigene innere Prozesse anregen.

Für diese Art der Aufstellungsarbeit sind Fragen geeignet, die sich mit Ihren persönlichen Lebensthemen oder mit beruflichen Situationen oder sich mit psychischen oder körperlichen (bisher vielleicht unerklärbaren) Symptomen beschäftigen.

Während sich z. B. „Familienaufstellungen nach Hellinger“ das ganze Familiensystem im Fokus haben, geht es in meiner Art der systemischen Aufstellung nur um Sie selbst und um die Veränderungen/Wachstumsprozesse, die Sie jetzt für sich wollen und die möglich sind. Erfahrungsgemäß werden sich – aufgrund der systemischen Verbindungen im Familiensystem – dann dort auch Veränderungen zeigen, ohne dass es dazu besonderer Aufstellungen bedarf.

 

 

  • „Arbeit mit inneren Anteilen“

Die Pioniere der „Teile-Arbeit“, John und Helen Watkins, haben sich vor allem damit beschäftigt, welche unbewussten Reaktionen sich im Menschen nach einer überwältigenden Erfahrung einstellen: „Es entstehen verschiedene innere „An-Teile“/“Ich-Zustände“, die – als „Mikrosystem“ anschließend der flexiblen Anpassung des Betroffenen an bestimmte unterschiedliche Anforderungen des Alltags dienen können“. Diese Erkenntnisse haben sich weiter entwickelt. „Aus dem Wenigen wird dann ein kohärentes Bild der Welt konstruiert und unsere Primärwahrnehmung lässt uns glauben, dies sei alles, was da ist. Wir nehmen nicht wahr, wofür wir keine Sensoren haben und ergänzen die Lücken durch Konstruktionen. Erst die Verwendung künstlicher Sensoren lehrt uns dann, dass es da weit mehr wahrzunehmen gäbe“ (Wolf Singer, 2004).

Bei nicht wenigen Menschen kommt es vor, dass die Anforderungen der unterschiedlichen „Anteile“, zeitgleich, ziemlich konträr sein können, usw.. - Es kann auch vorkommen, dass entstehender Stress, dazu führt, dass man „irgendwie neben sich oder im Nebel zu stehen scheint“ oder dass die dadurch aufkommenden Emotionen nur schwer reguliert werden können.

Die aufgezeigten Dynamiken sind eigene, vitale, lebensbejahende und sehr kreative Lösungen/Anpassungsleistungen, mit denen sich die Betroffenen jedoch dennoch klein und letztlich hilflos fühlen. Dies kann besonders bei Menschen vorkommen, die früh Ungewolltsein, Vertrauensbrüche, Verlassenwerden, Gewalt oder Missbrauch erlebt haben.

Die „Arbeit mit den inneren Anteilen“ unterstützt Sie dabei, sich – trotz alledem - liebevoll anzunehmen, Ihre Wahrnehmung und Freiräume zu erweitern, sich zu glauben und Ihre Ressourcen zu stärken. Diese Arbeit führt über die „Innere-Kind-Arbeit“ weit hinaus.

 

 

 

  • EMDR

EMDR (E-M-D-R = Eye Movement Desensitization and Reprocessing/Desensibilisierung und Neuverarbeitung durch Augenbewegungen) ist eine von Francine Shapiro entwickelte Methode, die Sie unterstützen kann, die Vergangenheit in der bisherigen Form nachhaltig ganzheitlich zu integrieren/transformieren.

„Ein Trauma ist mehr als eine Geschichte“. Die Anwendung von EMDR ermöglicht die Veränderung der belastenden Situation auch „ohne viel Reden“, wenn das Erlebte unsagbar war oder ganz vergessen scheint/nur an den Symptomen sichtbar ist. Dies eröffnet auch die Arbeit mit Menschen, deren Sprache ich nicht spreche, sofern sie in Begleitung eines Dolmetschers sind, der die Anweisungen für die Vorgehensweise des Settings übersetzen kann.

Durch die Augenbewegungen wird ein relativ schneller, verknüpfender, Zugang zu abgespaltenen/unbewussten (fragmentierten) Erinnerungen und Bildern der Vergangenheit ermöglicht (Reprocessing). Dies kann helfen, größere Zusammenhänge zu erkennen bzw. schlimme Erlebnisse „kohärent in das Kontinuum der Ereignisse“ einzubinden/zu verarbeiten und „Frieden“ damit zu finden; Angst wird gemindert; mehr Lebenskraft taucht wieder auf und neue Möglichkeiten gestalten sich für Künftiges.

EMDR verfolgt nicht die Ziele einer „Expositions-Technik“, denn überwältigende Erlebnisse können nur verarbeitet werden, wenn sie vermeiden, erneut in die Überwältigung zu führen.

Für alle Fälle:
Menschen, denen die Diagnosen „Epilepsie“ oder „akute Psychose“ zugeordnet wurden, sollten bevorzugt andere Methoden als EMDR wählen.

 

 

  • Bild- und Gestalttherapie
    mit Elementen des Katathymen Bilderlebens

Die Gestalttherapie hat das Ziel, Stimmigkeit und Integration psychischer Prozesse und differenzierende Reifung der Persönlichkeit nach innen und außen zu unterstützen. Sie wird zur humanistischen Psychologie gezählt. Begründer der Gestalttherapie sind Fritz Perls, Laura Perls und Paul Goodman. Auch diese Therapieansätze haben sich weiterentwickelt.

Im Mittelpunkt der gestalttherapeutischen Methode steht die Entwicklung und Verfeinerung der Bewusstheit aller gerade vorhandenen und zugänglichen Gefühle, Gedanken, Empfindungen und Verhaltensweisen, um automatisierte, unbewusste Verhaltensmuster dem Bewusstsein und damit der Entscheidungsmöglichkeit zugänglich zu machen.

Die Bild- und Gestalttherapie verbindet Erkenntnisse des Katathymen Bilderlebens mit Gestaltarbeit. Grundlage der Bild- und Gestalttherapie ist die Arbeit mit der Wahrnehmung mit allen Sinnen: Es geht um das Empfinden (Körper) und das Fühlen (Emotionen) in bestimmten Situationen oder um das Hinspüren zu konkreten Fragestellungen. Mit Hilfe von einfachen Bildern werden die eigene Wahrnehmungen als/in Strichmännchen oder manchmal auch als Baum, Haus oder Blume, usw... gezeichnet/gemalt.

Auch auf diese Weise entsteht Kontakt mit „inneren Anteilen“, die sehr belastende Erfahrungen z. B. als Embryo, Baby, Kleinkind, Jugendliche/r oder auch als Erwachsene/r gemacht haben.

Beispiel für einen zeichnerischen Prozess an einem pränatalen Thema (überlebte Abtreibung) hier.

Es geht dabei nicht um einen künstlerischen Ausdruck, sondern darum, dem Bewusstsein aktuell verborgene Dynamiken und Zusammenhänge bzw. verdrängte Gefühle - ohne Worte – mit Form und Farbe sichtbar zu machen und so Bewusstsein zu ermöglichen.

Mit Hilfe des zeichnerischen Prozesses ist es möglich, sich belastenden Situationen behutsam und integrierend anzunähern.  „Wahrnehmen statt denken“ – ist eine Möglichkeit, die das Leben wieder bunt macht. Die Bild- und Gestalttherapie ist ebenso hilfreich, den Aufbau von stabilisierenden Ressourcen zu unterstützen.

 

 

 

  • Klientenzentrierte Beratung
    (nach Rogers)

Manchmal gibt es Situationen, in denen es Ihnen in erster Linie darum geht, eine unbefangene andere Meinung zu einer ganz persönlichen Fragestellung einzuholen oder um den ruhigen und empathischen Austausch zu einem bestimmten Thema; oder Ihr Ziel ist einfach, ein Gespräch mit einem aufmerksamen Zuhörer zu haben. Wichtig ist dann die konstruktive, wertschätzende, nicht bewertende Haltung Ihres Gegenübers – der der Schweigepflicht unterliegt - in vertrauensvoller und sicherer Umgebung.

In diesem Sinne führt „miteinander reden“ zu sich selbst und zu den eigenen Gefühlen zurück und ist hilfreich, Klarheit und Neuorientierung zu finden, weil das, was war und ist durch die Spiegelung im Du, in einem anderen Licht gesehen werden kann oder verstrickende Lebensbezüge erkannt werden können.

Die Gesprächsführung nach Carl Rogers ist dafür ein hilfreiches Format. Sein Menschenbild entspricht dem der Humanistischen Psychologie und dem europäischer Existenzphilosophen. „Der Mensch ist ursprünglich ein gutes, soziales und mit sich selbst im Einklang stehendes Wesen, welches die Fähigkeit besitzt, sich selbst, seine Ängste und Konflikte zu verstehen und zu bewältigen. Es wird ein Bedürfnis nach "Selbstaktualisierung" angenommen. Damit ist ein Konstrukt gemeint, eine dem Menschen innewohnende Tendenz zu Wachstum und Reifung der Person“ (Carl Rogers).

Rogers’ persönlichkeits- und entwicklungstheoretische Grundannahmen werden durch später entwickelte psychologische Theorien, z. B. durch die Erkenntnisse der Bindungstheorie, gestützt und ergänzt.

Rogers sieht auch Übereinstimmungen seiner Auffassungen mit denen des chinesischen Philosophen Lao-Tse: „Wenn ich vermeide, mich einzumischen, sorgen die Menschen für sich selbst. Wenn ich vermeide, Anweisungen zu geben, finden die Menschen selbst das rechte Verhalten. Wenn ich vermeide, sie zu beeinflussen, werden die Menschen sie selbst.“

 

 

  • Coaching und Supervision

Coaching und Supervision sind Möglichkeiten, die eigene berufliche Entwicklung oder die Entwicklung eines Teams im Unternehmen zu fördern: zur Entfaltung von Potentialen, zur Klärung von Konflikten oder „Unwuchten“ innerhalb eines Teams oder einer Abteilung, zur Steigerung von Begeisterung (und damit Veränderung von Produktivität und Effizienz) für übertragene Aufgaben und Verantwortungen, usw.

Coaching braucht vertrauensvolles Einzelsetting; Supervision kann im Einzel- oder Teamsetting durchgeführt werden.

„Tipi“ (Technique d’identification sensorielle des peurs inconscientes“) ist eine Coaching-Methode, die von Luc Nicon, einem Experten für Pädagogik und Verhaltenskommunikation, in Frankreich entwickelt wurde. Mit Hilfe dieser Methode ist es möglich, über Körperempfindungen, bis zum Ursprung von einschränkenden Gefühlen unterschiedlicher Art zu gehen und sie zu regulieren (sensorisches Nacherleben), z. B. bei Prüfungsängsten.

Die natürliche Fähigkeit, unerwünschte emotionale Reaktionen auf Stress selbständig zu verarbeiten, kann im Rahmen der Begleitung mit TIPI aktiviert werden. Sie werden dabei unterstützt, das „sensorielle Nacherleben“ selbständig anzuwenden.

Welchen Weg Sie auch immer für sich auswählen, ich wünsche ich Ihnen alles erdenklich Gute dafür. Alles fließt und ist änderbar - durch Sie… jetzt.
Ich wünsche Ihnen Mut, Zuversicht und Vertrauen in Ihre Stärke.

Gerne begleite ich Sie dabei.
Ihre Gabriele Hoppe

 

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